Sie beschließen, eine Katze aufzunehmen.
Die Katze ist noch im Tierheim.
Zu Hause klingelt bereits der Paketdienst.
Katzentoilette.
Streu.
Näpfchen.
Trinkbrunnen.
Kratzbaum.
Tunnel.
Bett.
Zweites Bett.
Spielzeugset.
Fensterliege.
Katzenhöhle in Form einer Avocado.
Die Katze besitzt noch keinen Schlüssel zur Wohnung.
Der Haushalt ist bereits vollständig katzenmöbliert.
Das Internet verwandelt alles in Grundausstattung
„Das brauchen Katzen wirklich.“
Sehr gefährliche Überschrift.
Danach folgen 17 Dinge.
Neun davon kannten Sie gestern nicht.
Heute fühlt es sich fahrlässig an, sie nicht zu besitzen.
AniCura ist an dieser Stelle überraschend unkommerziell. Für ein Kitten nennt die Klinik nur wenige echte Basics: passende Transportbox, Futter- und Wassernäpfe, Katzentoilette und geeignete Rückzugs-/Kratzmöglichkeiten. Beim Schlafplatz darf es ausdrücklich auch ein gut gepolsterter Karton sein.
Das ist eine schlechte Nachricht, wenn der Designkorb bereits unterwegs ist.
Die Katze kennt ihre Vorlieben noch nicht in Ihrem Wohnzimmer
Das ist der wichtigste Grund, nicht alles am ersten Tag zu kaufen.
Sie wissen noch nicht:
Welche Liegefläche sie mag.
Ob sie lieber Sisal oder Karton kratzt.
Ob sie Wasser aus einem Brunnen möchte.
Ob sie den schicken Höhleneingang zu klein findet.
Ob sie das Bett benutzt.
Oder dessen Verpackung.
TASSO formuliert es in seiner Einzugsbroschüre ziemlich vernünftig: Transportbox, Näpfe, vertrautes Futter, Toiletten, Kratzmöglichkeiten und Rückzugsorte für den Start – alles Weitere kann im Laufe der Zeit angeschafft werden.
Es ist fast so, als könnte man erst die Katze kennenlernen und dann Produkte kaufen.
Der Onlinehandel hat diesen Ansatz nicht erfunden.
Das Geld ist später nicht verschwunden
Zur Vorbereitung gehört nämlich noch eine Kategorie, die auf Instagram wenig fotogen ist:
Reserve.
Tierarztkosten.
Impfungen und Vorsorge.
Kastration, falls noch nicht erfolgt.
Unerwartete Erkrankungen.
Versicherung oder Rücklage.
Ein Tier braucht nicht automatisch 14 Accessoires am Einzugstag.
Es kann aber jederzeit einen Tierarzt brauchen.
Die Rechnung kommt selten in Beige und passt nicht zum Wohnzimmer.
Vor der ersten Katze brauchen Sie keinen komplett eingerichteten Freizeitpark.
Sie brauchen eine sichere Grundausstattung, geeignete Ressourcen und Zeit zum Beobachten.
Dann kann man ergänzen.
Erst Katze.
Dann Geschmack.
Dann Warenkorb.
So herum ist es organisatorisch vernünftig.
Es hat nur einen Nachteil:
Sie bekommen weniger Pakete, bevor die Katze da ist.